Der Coaching-Markt

Einkommen, Auftragslage und Honorar der Coaches

Was Coaching kostet

Wie hoch sind die Honorare für ein Coaching?

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Um ein gutes Einkommen zu erzielen, bieten viele Coaches neben Coaching weitere Dienstleistungen wie beispielsweise Training oder Beratung an. Im Gesamtdurchschnitt haben Coaching-Anbieter nach Rauen et. al. (2023) ein Bruttojahreseinkommen von 90.038 Euro. Der Anteil, den das Coaching hieran hat, liegt bei 39,49 Prozent. Damit wird deutlich: Coaching ist zumeist ein Teilgeschäft der Anbieter.

Das durchschnittliche Honorar pro Zeitstunde beträgt 168,13 Euro netto (Rauen et al., 2023).

Das von einem Coach tatsächlich erzielte Honorar, sein Einkommen und der Anteil des Coachings an diesem variieren dabei in Abhängigkeit mehrerer Aspekte. Im Folgenden soll näher auf den Einfluss des beruflichen Status des jeweiligen Coachs eingegangen werden (nach Rauen et. al., 2023).

Honorar und beruflicher Status des Coachs

Während Selbständige mit eigenen fest angestellten Mitarbeitern ein Nettohonorar von durchschnittlich 249,94 Euro pro Zeitstunde erreichen, fällt der Satz bei Angestellten in einem Coaching- oder Beratungsunternehmen auf 177,07 Euro. Letztere haben aber von allen Gruppen den höchsten Coaching-Anteil (61,25 Prozent) an ihrem Jahreseinkommen. Freiberufler realisieren im Schnitt einen Satz von 166,59 Euro. Personen, die teilweise angestellt, teilweise selbständig sind, erzielen ein Durchschnittshonorar von 131,17 Euro.

Honorar und Auftraggeber

Nach Middendorf (nach Ebermann, 2018) ist hinsichtlich der Honorargestaltung zudem zwischen Coachings, die von Unternehmen in Auftrag gegeben werden, und solchen, die im privaten Kontext stattfinden, zu unterscheiden. Demnach werden im erstgenannten Fall höhere Stundensätze veranschlagt als im Kontext privat in Auftrag gegebener Coachings. Auch die Studie „WeiterbildungsSzene Deutschland 2016“ (Graf, 2016) nimmt diese Differenzierung vor.

Weitere Einflussfaktoren

Darüber hinaus weisen Rauen et al. (2023) u.a. auf positive Effekte einer größeren Erfahrung als Coach und der Mitgliedschaft in einem Coaching-Verband hin. Auf Basis seiner Coaching-Umfragen kommt Middendorf ebenfalls zu folgenden Erkenntnissen (nach Ebermann, 2018): Ein höheres Alter (insbesondere ab dem 50. und 60. Lebensjahr) wirkt sich positiv auf die Honorarhöhe aus. Dies korreliert mit einem ebenfalls positiven Einfluss einer umfangreichen Erfahrung als Coach (Schallmauer: 10 Jahre). 

Eine Spezialisierung auf die Executive-Ebene wirkt sich positiv aus. Zusammenhang: Coaches mit dieser Spezialisierung weisen mehr Berufserfahrung vor. 

Frauen erzielen im Schnitt niedrigere Honorare als Männer. Ausnahme: Spezialisierung auf die Executive-Ebene. Nach Rauen et al. (2023) verdienen weibliche Coaches im Schnitt 9,75 Prozent weniger als männliche Coaches.
 

Coaching-Honorar

Literatur

Ebermann, D. (2018). Coaching-Honorare. Entwicklung, Einflussfaktoren und Empfehlungen. Coaching-Magazin, 11(1), S. 9–11.

David Ebermann

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