RAUEN Coaching-Marktanalyse
Jetzt neu: Coaching-Marktanalyse 2025/26
Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2025/2026 liegt vor. Den vollständigen Ergebnisbericht stellen wir Ihnen hier kostenfrei zur Verfügung. 916 Coaches und 101 Coaching-Klienten haben sich an der Umfrage beteiligt. Besonders auffällig sind die rückläufigen Entwicklungen im Bereich der Einkommen von Coaches sowie die verbreitete Nutzung von KI im Coaching.
Ergebnisse der Coaching-Marktanalyse 2025/26
Wie sieht der Coaching-Markt im Jahr 2025/2026 aus, welchen Einfluss haben die zahlreichen Krisen und und die rasante Entwicklung von KI auf die Branche? Antworten hierzu lesen Sie in der sechsten Coaching-Marktanalyse. Anhand des Vergleichs mit den Vorjahren konnten konkrete Aussagen über Marktveränderungen getroffen werden, die auf 129 Seiten mit 30 Abbildungen und 32 Tabellen dargestellt werden.
Die Daten liefern Einblicke in verschiedene Bereiche wie das Einkommen von Coaches, die Bedürfnisse von Coaching-Klienten, Nutzen und Erfolg von Coaching, internes Coaching, Einsatz von Marketing sowie KI im Coaching. Ein besonderer Fokus lag dieses Mal auf den Gründen von Coaching-Abbrüchen und dem Nutzen verschiedener Marketingmaßnahmen. Zudem wird der Professionalisierungsgrad der Coaching-Branche unter die Lupe genommen und gefragt, woran man eine schlechte Coaching-Ausbildung erkennt. Erstmals werden in der Coaching-Marktanalyse die Themen Rente für Coaches, Image des Begriffs „Coaching“ und die Einschätzung von künftigen Herausforderungen der Coaching-Branche analysiert.
Themen
- Einkommen und Rente von Coaches
- Bedürfnisse von Coaching-Klienten
- Coaching-Formate, -Themen und -Zielgruppen
- Zukunft der Coaching-Branche
- Nutzen/Erfolg von Coaching
- Abbrüche von Coaching
- Nutzen von Marketing
- Nutzung von KI-Tools
- Internes Coaching
- Professionalisierung
- Schlechte Coaching-Ausbildungen
Zeitraum
Die anonyme Online-Befragung wurde vom 13.11.2025 bis 22.06.2026 von der RAUEN Group durchgeführt.
Ziel
Zielsetzung war es, aussagekräftige Daten über die Veränderungen des Coaching-Markts zu erhalten im Vergleich zu den Vorjahren.
Beteiligung
Über 990 Coaches haben sich an der Umfrage beteiligt. Davon waren 916 Fragebögen auswertbar. Ergänzend wurde in einem verkürzten Fragebogen auch die Meinung von Coaching-Klienten und Coaching-Einkäufern erhoben. Hier liegen 101 auswertbare Fragebögen vor.
Ergebnisse
Die Marktanalyse hat 129 Seiten Umfang (mit 30 Abbildungen und 32 Tabellen). Der vollständige Ergebnisbericht kann kostenlos und ohne jede Zugangsbeschränkung abgerufen werden (es muss keine E-Mail-Adresse angegeben werden).
Coaching zwischen hoher Wertschätzung und wachsendem Anpassungsdruck
Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2025/2026 zeigt einen Coaching-Markt im Spannungsfeld: Coaches schreiben ihrer Arbeit einen hohen Nutzen zu, stehen zugleich aber unter wirtschaftlichem, technologischem und professionellem Anpassungsdruck.
Als wiederkehrende Themen zeigen sich drei zentrale Faktoren: die Qualität der persönlichen Beziehung, nachvollziehbare professionelle Qualifikation und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch KI, veränderte Auswahlprozesse und steigende Anforderungen an Qualität und Professionalisierung.
Wirtschaftlicher Druck bleibt ein zentrales Thema
Die wirtschaftliche Situation beschäftigt einen erheblichen Teil der Coaches. In 31,5 % von 432 Antworten zu aktuellen und erwarteten Herausforderungen werden wirtschaftlicher Druck, begrenzte Budgets oder Zahlungsbereitschaft thematisiert. Mehr als die Hälfte der Coaches arbeitet solo-selbständig oder freiberuflich. Das durchschnittliche gesamte Bruttojahreseinkommen beträgt 84.980 Euro, wobei Coaching durchschnittlich 43,23 % des Einkommens ausmacht. Das mittlere Nettohonorar liegt bei 172,79 Euro pro Zeitstunde. Die aktuellen Stichprobenmittel liegen damit unter den ausgewiesenen Vergleichswerten für 2024. Im Vergleich zu 2024 ist das Bruttojahreseinkommen um 4,8 % und das Nettohonorar um 1,8 % gesunken. Zugleich zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen berichten durchschnittlich 167,80 Euro Stundenhonorar, Männer 185,21 Euro.
Abb.: Entwicklung der Einkommen von Coaches im Jahresvergleich 2024 und 2025/26, RAUEN Coaching-Marktanalyse 2025/2026
Führung und Konflikte bestimmen viele Coaching-Anlässe
Bei den von Coaches genannten Coaching-Themen stehen Führungsrollenreflexion, Konfliktmanagement und Führungskompetenz an der Spitze. Persönliches Wachstum und Selbstentwicklung folgen mit etwas Abstand. Die kleinere Gruppe der befragten Klienten und Coaching-Einkäufer setzt teilweise andere Schwerpunkte. Dort steht Persönlichkeitsentwicklung vor Konfliktmanagement und beruflicher Neuorientierung. Bei den Bedürfnissen ihrer Klienten nennen Coaches besonders häufig menschliche Resonanz, konkrete Problemlösung sowie Vertrauen und Vertraulichkeit. Die Ergebnisse sprechen damit für eine Verbindung von tragfähiger Beziehung und praktischem Nutzen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass es sich hierbei um Einschätzungen der Coaches über ihre Klienten handelt.
Empfehlungen öffnen Türen – persönliche Passung entscheidet mit
Empfehlungen spielen für die Kontaktaufnahme weiterhin eine wichtige Rolle. Aus Sicht der Coaches haben insbesondere Empfehlungen über gemeinsam bekannte Personen sowie über Personalabteilungen oder Vorgesetzte Gewicht. Klienten und Coaching-Einkäufer setzen hingegen andere Akzente: Für sie stehen persönliche Passung, Integrität und Vertrauenswürdigkeit besonders weit oben. Auch bei der Auftragsgewinnung dominieren aus Sicht der Coaches Mundpropaganda und aktives Empfehlungsmanagement. LinkedIn erhält innerhalb der Social-Media-Kanäle den mit Abstand höchsten zugeschriebenen Nutzen.
Internes Coaching bietet Nähe zur Organisation – und schafft Rollenkonflikte
Beim internen Coaching zeigt sich ein klares Spannungsfeld. Als besonderer Vorteil gilt die Kenntnis der Organisation und ihrer Kontexte. Gleichzeitig nennen die Befragten als zentrale Nachteile die Nähe zum System, eine möglicherweise fehlende Außenperspektive sowie Rollen-, Interessen- und Auftragskonflikte. Damit gewinnen Vertraulichkeit, klare Rollengrenzen und transparente Rahmenbedingungen besondere Bedeutung. Für Personalverantwortliche spricht dies dafür, je nach Anlass sorgfältig zwischen internen und externen Coaches abzuwägen. Einen generellen Wirksamkeitsvorteil einer der beiden Varianten belegt die Studie nicht.
KI verändert Coaching – Nutzung steigt erheblich
Künstliche Intelligenz ist das mit Abstand wichtigste genannte Technologie- und Zukunftsthema. In 83,9 % der 211 Antworten zu technologischen Veränderungen wird KI erwähnt. Die beschriebenen Einsatzfelder reichen von Recherche, Vorbereitung und Ideenentwicklung über Fallreflexion bis zur Dokumentation. Der derzeitige Einsatz erscheint damit überwiegend als Unterstützung menschlicher Coaching-Arbeit, verbunden mit Anforderungen an fachliche Prüfung und Datenschutz. Während 2024 noch 64,36 Prozent der Coaches angaben, KI nicht zu nutzen, sind es heute nur noch 22,1 Prozent. Folglich nutzen mittlerweile nahezu 80 Prozent der Coaches KI in ihrer Arbeit.
Auf Klientenseite ist das Bild gemischt. Von 67 Antwortenden würden sich 44,8 % grundsätzlich nicht von einem KI-Coach coachen lassen. Knapp 30 % können sich KI ergänzend zu einem menschlichen Coach vorstellen, weitere 23,9 % möchten entsprechende Angebote ausprobieren. Nur 1,5 % nennen KI als möglichen Ersatz.
Die Daten zeigen damit sowohl Vorbehalte als auch Offenheit gegenüber ergänzender KI-Nutzung. Eine belastbare Prognose darüber, ob und in welchem Umfang KI menschliche Coaches verdrängen wird, lässt sich daraus nicht ableiten.
Abb.: Wie nutzen Coaches KI für ihre Arbeit im Jahresvergleich 2024 und 2025/26? RAUEN Coaching-Marktanalyse 2025/2026
Coaching-Ausbildungen: Hohe Erfolgseinschätzung trifft auf Qualitätsbedenken
Die Bedeutung einer fundierten Coaching-Ausbildung wird von den befragten Coaches sehr hoch eingeschätzt. Die Notwendigkeit einer Ausbildung erreicht 91,5 von 100 Zustimmungspunkten, ein deutlicher Selbsterfahrungsanteil 89,3 Punkte. Als gewünschter Mindestumfang einer Coaching-Ausbildung werden durchschnittlich 15,7 Monate und 232 Stunden genannt. Gleichzeitig wird der Einstieg in den Coaching-Markt als anspruchsvoll beschrieben. Besonders häufig nennen die Befragten Marktsättigung, Anforderungen an Qualifikation und professionelle Reife sowie Schwierigkeiten bei der Kundengewinnung. Von Berufs- und Fachverbänden werden vor allem Austauschmöglichkeiten, Weiterbildung und Qualitätssicherung erwartet.
Die Zukunft des Coaching-Marktes bleibt offen
Die Einschätzungen zur weiteren Marktentwicklung sind nicht einheitlich. In 28,3 % von 434 Antworten zur Situation in fünf Jahren werden Wachstum und eine stärkere Etablierung von Coaching genannt. In 11,8 % der Antworten stehen dagegen Rückgang, Verdrängung oder zunehmender wirtschaftlicher Druck im Vordergrund. Damit zeichnet die Marktanalyse weder ein eindeutiges Wachstums- noch ein Krisenszenario. Wahrscheinlicher erscheint ein Markt, in dem sich Anforderungen, Angebotsformen und Qualitätsansprüche weiter ausdifferenzieren.
Analysen und Artikel zur Coaching-Marktanalyse
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Archiv: Coaching-Marktanalysen 2020-2026
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